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Gymnasiale Versorgung im nördlichen Westerwaldkreis bleibt gesichert

Neues aus dem KreisausschussMit zwei Beschlüssen hat der Kreisausschuss ein deutliches Signal für die dauerhafte gymnasiale Versorgung im nördlichen Westerwaldkreis gesetzt. Der Vertrag zwischen dem Schulträger des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg und dem Westerwaldkreis soll um weitere fünf Jahre bis zum 31.07.2031 verlängert werden. Der Kreisausschuss empfiehlt dem Kreistag, der angestrebten Gründung einer Stiftung zur Übernahme der Schulträgerschaft am Privaten Gymnasium Marienstatt unter Beteiligung des Westerwaldkreises zuzustimmen.

Vertragsverlängerung für Bad Marienberg

Seit dem Schuljahr 2011/2012 beteiligt sich der Westerwaldkreis an den ersten beiden Zügen des Gymnasiums mit 25 % bzw. 50 %. Im Sommer 2016 konnte sich zwischen den beiden Vertragsparteien auf ein abschließendes Finanzierungsmodell für das private Evangelische Gymnasium in Bad Marienberg geeinigt werden. Danach wurden die Sachkosten im Zuge einer weiteren Vertragsverlängerung so aufgeteilt, dass für den ersten Zug keinerlei Erstattung unsererseits erfolgt und der zweite und dritte Zug jeweils zu 100 % refinanziert werden.

Nachdem der Vertrag im Jahre 2021 zuletzt verlängert wurde, endet zum 31.07.2026 erneut die fünfjährige Vertragslaufzeit. Zur Förderung der gymnasialen Versorgung im oberen Kreisteil sollten die vertraglich vereinbarten Regelungen der vergangenen 10 Jahre, die sich in der Praxis durchweg bewährt haben, weitere fünf Jahre unverändert fortgeführt werden. Lediglich die Abrechnungsmodalitäten sollen aus Sicht beider Vertragsparteien dahingehend angepasst werden, dass die laufenden Sachkosten aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung in Form einer Pauschale je Schüler und Schuljahr anstelle der aufwendigen Spitzabrechnung erstattet werden.

Mit Blick auf die im letzten Jahr angegangene bauliche Erweiterung zur Unterbringung des dritten Zuges sollte die Zusammenarbeit fortgeführt werden. Nach Abschluss des Architektenwettbewerbes konnten inzwischen der Architekt sowie die Fachplaner gefunden werden. Mit Fertigstellung der Entwurfsplanung und einer ersten Kostenschätzung ist im Frühjahr 2027 zu rechnen. Gemäß der vertraglichen Regelung trägt der Westerwaldkreis die Baukosten abzüglich der 50%igen Landesförderung.

Stiftungslösung für Marienstatt

Auch der Bestand des Privaten Gymnasiums Marienstatt soll mit der Schulträgerschaft durch eine noch zu gründende Stiftung dauerhaft gesichert werden. Mitglieder dieser rechtsfähigen Stiftung sollten das Bistum, der Zisterzienserorden Marienstatt und der Westerwaldkreis sein. Details zu dem Vertragswerk befinden sich noch in Erörterung mit dem Land und der ADD. Der Kreisausschuss hat dem Kreistag empfohlen, der angestrebten Gründung einer Stiftung zur Übernahme der Schulträgerschaft am Privaten Gymnasium Marienstatt unter Beteiligung des Westerwaldkreises zuzustimmen. Die Stiftungssatzung sowie getroffene finanzielle Regelungen werden in den Kreisgremien noch erörtert.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel machte die Unterstützung der CDU-Kreistagsfraktion zur dauerhaften Sicherstellung der gymnasialen Versorgung im oberen Kreisteil deutlich. Beide Schulen seien wichtige Säulen des schulischen Angebotes. Er dankte Landrat Achim Schwickert und seinem Team für die intensive Arbeit zur Herbeiführung der zukunftsfähigen Lösungen.