Fünf Jahre nach der Flut: Gemeinsam erinnern, Verantwortung übernehmen
Am fünften Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal gedachten unsere Kreisvorsitzende und Staatssekretärin Jenny Groß sowie der Landtagsabgeordnete Roland Weimer gemeinsam mit zahlreichen weiteren Gästen der Menschen, die in jener Nacht ihr Leben verloren haben.
„Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal haben wir heute auf dem Marktplatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler gemeinsam innegehalten, erinnert und der Opfer gedacht.
Der ökumenische Gedenkgottesdienst war ein würdevoller und bewegender Moment. Er hat gezeigt, dass die Wunden der Flut noch lange nicht verheilt sind. Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer, bei allen Betroffenen sowie bei den unzähligen Helferinnen und Helfern, die damals mit außergewöhnlichem Einsatz Leben gerettet und Hoffnung geschenkt haben.
Gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Ministerpräsident Gordon Schnieder sowie zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Bund, Land, Kommunen, den Kirchen und den Hilfsorganisationen sowie den Ahrtalerinnen und Ahrtalern haben wir ein starkes Zeichen des Erinnerns und des Zusammenhalts gesetzt.
Ein besonderer Moment dieses Gedenkens war die Bitte um Entschuldigung von Ministerpräsident Gordon Schnieder. Viele Menschen im Ahrtal haben über Jahre auf diese Worte gewartet. Sie können das Unfassbare nicht rückgängig machen und den Schmerz nicht nehmen. Aber sie bringen zum Ausdruck, dass der Staat Verantwortung übernimmt, Fehlbarkeit anerkennt und den Betroffenen mit Respekt und Demut begegnet.
Ich bin überzeugt: Die ausgesprochene Entschuldigung für Fehlbarkeiten ist ein bedeutender Schritt. Sie war ein wichtiges Zeichen, weil sie für viele Menschen eine schmerzvolle Wunde ein Stück weit geschlossen hat. Erinnern bedeutet nicht nur, zurückzublicken. Erinnern bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen, Vertrauen wieder aufzubauen und alles dafür zu tun, dass sich ein solches Versagen niemals wiederholt.
Das Ahrtal steht heute für Mut, Zusammenhalt und die beeindruckende Kraft, trotz unermesslichen Leids nach vorne zu schauen. Diese Stärke verdient unsere höchste Anerkennung – und unsere verlässliche Unterstützung, heute und in Zukunft.“ Jenny Groß