Aktuelles aus dem Kreisausschuss des Westerwaldkreises
Drei Entscheidungen für Mobilität, Gesundheitsversorgung und digitale Bildung standen auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses
unter Vorsitz der Ersten Kreisbeigeordneten Gabriele Wieland.
Förderung des Alltagsradwegs Elsoff–Westernohe
Der Kreisausschuss hat den Weg frei gemacht für eine wichtige Radwegeverbindung zwischen Elsoff-Mittelhofen und Westernohe. Die Ortsgemeinde Elsoff plant, den bestehenden Wirtschaftsweg durch eine Oberbauerneuerung zu einem sicheren Alltagsradweg auszubauen. Die Strecke verbindet beide Gemeinden und erleichtert Beschäftigten den Weg zu den Gewerbegebieten. Grundschulkinder aus Westernohe erhalten eine sichere Radroute zur Lasterbachschule in Elsoff. Bei Gesamtkosten von 159.590,36 Euro beträgt der Zuschuss des Kreises gemäß Radwegeförderrichtlinie 50.000 Euro. Damit wird die Maximalhöhe gewährt.
CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel lobte das Projekt als „sinnvolle und kurzfristig realisierbare Bereicherung“ des Radwegenetzes. Die Nutzung vorhandener Wege zeige, wie mit geringem Aufwand großer Nutzen entstehen könne.
Erweiterung der Förderrichtlinie zur Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten
Um die medizinische Versorgung im Westerwald langfristig zu sichern, soll das bestehende Förderprogramm für ärztliche Niederlassungen weiterentwickelt werden. Die Kassenärztliche Vereinigung weist inzwischen Regionen mit besonderem Bedarf aus. Dort können zusätzliche Arztsitze entstehen, wenn reguläre Sitze durch andere Teile der Region belegt sind. Für diese Fälle plant der Kreis eine erhöhte Förderung. Gleichzeitig schlägt der Kreisausschuss dem Kreistag eine Verlängerung der Richtlinie bis 31.12.2028 vor. Nach der neuen Sonderregelung kann dann ab 01.07.2026 eine Zuwendung bis zu 50.000 Euro über 10 Jahre in Raten von maximal 5.000 Euro ausgezahlt werden. Dr. Krempel begrüßte die Fortführung des Programms ausdrücklich. Die langfristige Auszahlung stärke die dauerhafte Bindung von Ärztinnen und Ärzten an den Kreis.
Anpassung der Förderregelungen zum Europäischen Computerführerschein (ICDL)
Der Europäische Computerführerschein (ICDL) gilt als internationaler Standard für digitale Kompetenzen. Der Westerwaldkreis unterstützt bereits heute Schülerinnen und Schüler an kreiseigenen Schulen sowie privaten Gymnasien bei der Teilnahme. Um Missverständnisse zu vermeiden, werden die Förderbedingungen ab dem Schuljahr 2026/2027 präzisiert. Ziel ist eine klare, transparente Struktur des Förderprogramms, damit Schulen und Lernende verlässlich planen können.
CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel macht deutlich, dass der Westerwaldkreis mit den Beschlüssen weiterhin Impulse für Lebensqualität, Infrastruktur und Zukunftsfähigkeit der Region setze: Stärkung der Mobilität durch alltagstaugliche Radwege, Sicherung der Gesundheitsversorgung durch gezielte Anreize für ärztliche Niederlassungen sowie Förderung digitaler Kompetenzen für die nächste Generation.