Jugendamt stellt sich den Herausforderungen
Zu seiner turnmusmäßigen Sitzung kam der Jugendhilfeausschuss (JHA) unter der Sitzungsleitung von Landrat Achim Schwickert zusammen. Die 3. Fortschreibung
der Rahmenkonzeption Sozialraumbudget wurde einstimmig beschlossen. Ferner standen noch Berichte aus verschiedenen Aufgabenfeldern des Jugendamtes an.
Das Land stellt nach § 25 des Kindertagesstättengesetz Mittel für das Sozialraumbudget zur Verfügung. Es handelt sich hier um ein zusätzliches Budget für die Jugendämter zur Abdeckung personeller Bedarfe, die in Tageseinrichtungen aufgrund ihrer sozialräumlichen Situation oder anderer besonderer Bedingungen entstehen können. Zur Vorbereitung auf die Fortschreibung wurde in einem Treffen mit den Mitgliedern des Arbeitskreises über Änderungswünsche gesprochen. Besonders in der Kritik stand die Verortung des betriebserlaubnisrelevanten Mehrpersonals im Rahmen des Sozialraumbudgets. Nach Aussage des Landesjugendamtes ist mit einer Änderung zunächst nicht zu rechnen.
Seitens des Landes erfolgt zwar eine Dynamisierung der Personalzuschüsse. Die Tarifsteigerungen der letzten Jahre sowie der geplanten kommenden Jahre werden allerdings bei Weitem nicht von der Dynamisierung abgedeckt, so dass insgesamt Stellenanteile abgeschmolzen werden müssen. Die Mitglieder des Arbeitskreises haben sich auch darüber verständigt, dass es zu einer Änderung bei einzelnen Bewertungen kommen soll. Die 3. Fortschreibung der Rahmenkonzeption gilt vom 01.01.2027 bis zum 31.12.2028. Auch in den Jahren 2027 und 2028 sind wieder gemeinsame Treffen mit den Mitgliedern des Arbeitskreises geplant, um den Umsetzungsprozess weiter zu beleuchten bzw. Änderungen frühzeitig zu planen. Die Durchführung der nächsten Evaluation ist für 2027 geplant.
JHA-Obmann Karl-Heinz Boll dankte der Arbeitsgruppe für die umfangreichen Vorarbeiten und die stetige Begleitung dieses Arbeitsbereiches. Er wies darauf hin, dass nach dem neuen Koalitionsvertrag für 2028 eine Novellierung des Kindertagesstättengesetzes vorgesehen ist, bei der sicherlich auch über die zukünftige Ausgestaltung des Sozialraumbudgets gesprochen werde.
Der stellvertretende Jugendamtsleiter Burkhard Fluck stellte in einem umfangreichen Vortrag die vielfältige Arbeit des Sozialen Dienstes im Jugendamt dar. Über den Sachstand beim Ganztagsförderungsgesetz informierte Olga Ganis. Jugendamtsleiter Udo Sturm zog eine Zwischenbilanz zur langjährigen Arbeit im Bereich der unbegleiteten minderjährigen Ausländer (umA) im Westerwaldkreis.
Jugendamtsleiter Udo Sturm scheidet Ende Juli 2026 aus dem aktiven Dienst aus. Karl-Heinz Boll dankte ihm im Namen des gesamten JHA für seine kooperative Zusammenarbeit, sein stets offenes Ohr, seine Lösungsorientiertheit und seine Praxisnähe. Udo Sturm habe immer die Kinder, Jugendlichen und Menschen im Blick gehabt. Der JHA wünsche ihm für seinen Ruhestand Alles Gute.