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Breitbandversorgung flächendeckend sicherstellen!

thumb K1600 IMG 5072 LütkefedderAuf Antrag der Kreistagsfraktionen von CDU und FWG erörterte der Westerwälder Kreistag die Perspektiven für die Breitbandversorgung im Westerwaldkreis. Kreistagsmitglied und Bürgermeister Klaus Lütkefedder sprach dabei für die CDU-Kreistagsfraktion:

„Der Zugang zum schnellen Internet im Westerwaldkreis ist im Landesvergleich hervorragend. Nach einer Studie des Landes Rheinland-Pfalz verfügen derzeit 92,5 % der Haushalte über einen Zugang von über 30 Megabit pro Sekunde. Rund 3/4 liegen bei mehr als 50 Megabit pro Sekunde. In weiten Teilen des Westerwaldes sind schon 150 Mbit/s verfügbar, in einzelnen Orten sogar 300.

Dies beruht im Wesentlichen auf den Investitionen von evm und KEVAG-Telekom, die im Zeitraum 2014-2017 ca. 250 km Glasfaserkabel im Westerwald verlegen und dazu rund 25 Mio. € in den Glasfaserausbau investieren. Die technisch besonders schwierige Situation in der Verbandsgemeinde Montabaur wurde durch die Gründung der VGM-Netz weitestgehend gelöst, so dass auch dort alle Ortsgemeinden angebunden werden konnten. Und auch die Wirtschaftsfördergesellschaft hat in den vergangenen Jahren mit ihrer Initiative „Der Westerwald will´s schnell“ immer wieder Impulse gesetzt, damit Netzanbieter im Westerwald investieren.

Von Kreisseite haben wir bewusst bisher kein Geld in die Hand genommen und stattdessen abgewartet, wie weit der Markt die Anbindung an schnelles Internet selbst regelt. Das Ergebnis belegt, dass diese Strategie richtig war. Nachdem die privaten Investitionen nun weitestgehend abgeschlossen werden, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die Bereiche in den Fokus zu nehmen, in denen es bisher keine breitbandige Internetanbindung gibt.

Daher beantragen CDU und FWG im Detail zu ermitteln, welche Bereiche noch unterversorgt sind. Wir wissen, dass dies aufgrund der Technik innerhalb einer Straße unterschiedlich sein kann, dass insbesondere Gewerbegebiete betroffen sind und zum Teil ganze Orte. Wir wissen aber auch, dass es unterschiedliche Technologien gibt, diese Bereiche zu erschließen. Hier ist unter Einbeziehung eines externen Büros festzustellen, welche Anbindungen im Sinne einer Kosten-Nutzenbetrachtung möglich und machbar sind.

Breitbandiger Internetzugang ist im Zeitalter der Digitalisierung ein unverzichtbarer Baustein einer zukunftsfähigen Infrastruktur. Es ist wichtig für die Menschen im Westerwald, die Unternehmen und die Entwicklungsperspektiven der Region. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass die letzten weißen Flecken der Breitbandversorgung im Westerwald verschwinden.“

Nach Erstellung der Datenanalyse/Machbarkeitsstudie sollen die Ergebnisse der Analyse mit Vorschlägen zur weiteren Vorgehensweise zur Schließung der noch vorhandenen Lücken beim Breitbandausbau den Kreisgremien vorgelegt werden. In den Gremien wird dann über das weitere Vorgehen entschieden.