| Westerwaldkreis bekommt ehrenamtliche(n) Behindertenbeauftragte(n) |
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Auf Vorschlag von CDU, FWG und FDP hat eine deutliche Kreistagsmehrheit die Schaffung der Funktion eines ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten im Westerwaldkreis beschlossen. Damit wurde ein SPD-Antrag zur Bildung eines Behindertenbeirates abgelehnt. Bereits im Vorfeld hatte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Stephan Krempel die Zielsetzung des Antrags deutlich gemacht: "Wir wollen keinen Wasserkopf, keinen erneuten Ausschuss, sondern etwas Effektives, was den Behinderten hilft. Egal ob sie schon organisiert sind oder nicht, hier ist ein zentraler Ansprechpartner besser als ein neues Gremium." Kreistagsmitglied Paula Maria Maaß verwies in ihrer Kreistagsrede auf die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Behindertenarbeit im Westerwaldkreis. Sie begründete die Ablehnung eines Beirats, letztlich gehe es auch darum, dass Verantwortung nicht vom Kreistag auf ein neues Gremium delegiert werde. Der Kreistag stehle sich aus der Verantwortung, wenn er für jede Sachaufgabe einen neuen Beirat installiere. "Der Kreistag ist dafür gewählt, die Interessen aller Westerwälderinnen und Westerwälder zu vertreten. Die Kreistagsmitglieder haben sich dieser Aufgabe selbst zu stellen und nicht lauter "kleine Nebenkreistage" zu bilden. Dafür sind wir von den Bürgern nicht gewählt!" Maaß machte die Alternative deutlich: "Was wir brauchen, ist eine kompetente, sachkundige Persönlichkeit als zentrale Anlaufstelle, die in effektiver und zielgerichteter Art und Weise die Anliegen behinderter und beeinträchtigter Menschen und ihrer Angehörigen aufgreift, um sie - wo immer möglich - einer Lösung zuzuführen. Sie soll Mittler und Koordinator zwischen den Interessen der Betroffenen und den Behindertenverbänden und -organisationen sowie der Kreisverwaltung und oder auch der Kreistagsmitglieder sein. Wir brauchen eine Frau oder einen Mann, die / der informiert und berät, Wege aufzeigt und Türen öffnet, ob in der Verwaltung oder in Einrichtungen, also bei allen Stellen, bei denen Behinderte und ihre Angehörigen kompetente Hilfen finden. Sie / er soll auch Ansprechpartner für die Verwaltung und die Behindertenverbände sein sowie Initiator neuer Maßnahmen zur Teilhabe und zur Integration behinderter Bürger in unsere Gesellschaft." SPD-Sprecher Uli Schmidt erwecke den Eindruck, als wenn im Westerwaldkreis bisher im Bereich der Behindertenarbeit keine Aktivitäten entfaltet wurden. "Sowohl die Kreisverwaltung als auch die Verbände haben in der Vergangenheit, so CDU-Kreistagsmitglied Karl-Heinz Boll, wertvolle Arbeit geleistet." Die bisher benannte Ansprechpartnerin in der Kreisverwaltung diene in erster Linie einer verwaltungsinternen Koordinierung. Eine Herabwürdigung der ohne großen Öffentlichkeitswirbel geleisteten Arbeit sei fehl am Platze. |
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