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Treffen der CDU-Kreistagsfraktion mit Karnevalsvertretern

Karneval ist viel mehr als ein nur mehrtägiges Happening mit Spaß und Fröhlichkeit, Karneval ist auch im Westerwald ein wichtiger Kulturfaktor. Dies ist eines der Ergebnisse einer Gesprächsrunde der CDU-Kreistagsfraktion mit den Vertretern von Karnevalsvereinen im unteren Westerwald.

Die CDU-Fraktion hatte Vereine und Gruppierungen aus dem gesamten südlichen Westerwald eingeladen und der stellvertretene Fraktionsvorsitzende Dr. Stephan Krempel konnte eine Reihe von Vertretern aus unterschiedlichen Orten und ganz unterschiedlichen Gruppierungen in Wirges begrüßen. So präsentierte sich die Fastnacht bei diesem Treffen genauso vielfältig wie in der Session, von der Möhnengruppe bis zum Großverein, von der Dorffastnacht bis zu den Galasitzungen.

Krempel wies eingangs darauf hin, dass die Fraktion über das Jahr mit vielen gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen im Westerwald das Gespräch suche, hier sei auch der Karneval mit seinen vielen Aktivitäten ein wichtiger Gesprächspartner. Es sei bewundernswert, wie viele Westerwälderinnen und Westerwälder über das gesamte Jahr für die Fastnacht arbeiteten und vorbereiteten, die vielen Sitzungen an den närrischen Feiertagen seien das Abbild einer kontinuierlichen Arbeit über fast das ganze Jahr. Wer die Fastnacht als nicht ernstzunehmendes Ereignis belächle, verkenne völlig, wie viel Gemeinsinn und ehrenamtliches Engagement in dieser Vorbereitung stecke.

Neben durchaus erfreulichen Berichten über die närrischen Aktivitäten hatten die Vereinsvertreter aber auch über Probleme zu berichten. So gehe das Interesse an Sitzungen in einigen Städten und Dörfern deutlich zurück, gerade bei den großen Vereinen müssten aber mehrere Sitzungen stattfinden, damit der Verein wirtschaftlich auf seine Kosten komme. Über Eintrittsgelder und Bewirtung seien die Kosten fast nicht mehr zu erwirtschaften und auch die Bereitschaft zum Sponsoring sei in schwierigeren wirtschaftlichen Zeiten rückläufig.

Abschließend forderten die Kreispolitiker der CDU die Karnevalisten auf, mit der Politik im Gespräch zu bleiben. Es sei die vornehmste Aufgabe der Narren, auch die örtliche Politik in der Bütt kräftig auf die Schippe zu nehmen, hier dürften die politisch verantwortlichen auch nicht empfindlich sein. Selbstverständlich stehe man aber daneben auch als ernsthafter Gesprächspartner zur Verfügung, wenn beispielsweise in der Durchführung von Veranstaltungen Hilfestellung notwendig sei, betonte der Gastgeber, der Wirgeser Bürgermeister Michael Ortseifen, abschließend. Politik und Karneval brauchten insofern eine kritische und konstruktive Partnerschaft. Deshalb wurde auch zum Schluss des Gespräches vereinbart, ein solches Gespräch zukünftig auch noch einmal mit  Vertretern der Karnevalsvereine im oberen Westerwald fortzusetzen.

 
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