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Julia Klöckner MdB überzeugt bei Neujahrsempfang in Westerburg Drucken E-Mail

Grundsatzreden können Spaß machen und auch erfrischend sein, dies zeigte die Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner MdB beim Neujahrsempfang der CDU Westerburg. Die zahlreichen Gäste beim traditionellen Empfang im Pfarrheim Christ-König erlebten eine gut aufgelegte Rednerin, die als ernsthafte Konkurrentin zum bisherigen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten gelten kann.

Julia Klöckner MdBZu Beginn begrüßte CDU-Ortsvorsitzender Dr. Stephan Krempel die Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Kirchen, Behörden und der Politik. Sein besonderer Gruß galt dem früheren Landrat Peter Paul Weinert, MdB Joachim Hörster, Stadtbürgermeister Ralf Seekatz MdL, Landrat Achim Schwickert sowie dem Westerburger Ehrenvorsitzenden Gerhard Krempel.

Vom Geist der Zeit

Aus dem Blickwinkel der Theologin, Journalistin und Politikerin beleuchtete  die Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner MdB die geistigen Grundlagen, "den schwarzen Faden", der Christlich Demokratischen Union (CDU).
Zuvor erläuterte sie die Triebfeder für ihre eigenen politischen Aktivitäten. Wichtig sei dabei immer der feste Boden unter den Füßen. Bereits als Weinkönigin habe sie gelernt, sich für Land und Leute einzusetzen. Nahe bei den Menschen zu sein, hinhören können und eine klare Haltung zu beziehen. Nur mit einer klaren Haltung sei ein fairer Umgang mit dem Bürger möglich.

Wortreich erläuterte Julia Klöckner MdB die Notwendigkeit eines Wertefundamentes: Verlässlichkeit, von Prinzipien leiten lassen, Werte statt Wanderdünen sowie einen Anker verorten und nicht nur die Windsegel nach der herrschenden Meinung setzen. Auf der christlichen Soziallehre benannte die Rednerin wichtige geistige Grundlagen für ihr Politikverständnis: Die Personalität  des Menschen, das Subsidiaritätsprinzip sowie die Solidarität.

Personalität berücksichtige u.a. die unterschiedlichen Befähigungen des Menschen, die beispielsweise in der Bildungspolitik  berücksichtigt werden müssten. Sie sprach sich deutlich gegen die Einheitsschule und für die gezielte schulische Ausbildung in Förderschulen bzw. in Gymnasien aus. Subsidiarität müsse es ermöglichen, dass Ideen und Aktivitäten von unten nach oben wachsen können. Es sei schlecht, wenn einige wenige entscheiden, was für den einzelnen gut sei. Weniger Vorschriften und die Dinge vor Ort selbst in die Hand nehmen sei der bessere Weg und letztlich auch der Motor für die Gesellschaft.

Solidarität umschrieb  MdB Julia Klöckner mit Hilfe zur Selbsthilfe. "Die ständig gebende Hand" sei letztlich unsozial, da hierdurch oft eigene Aktivitäten nicht gefördert werden. Menschen sollten die Chance für den eigenen verantwortungsbewussten Weg erhalten.

Eine lebendige Demokratie lebe auch bei der Landtagswahl 2011 von der personellen Alternative, die sie gerne darstellen wolle, von der Möglichkeit des Wechsels und mehr frischer Luft, die Rheinland-Pfalz gut tun würden. Sie traue sich das Amt der Ministerpräsidentin zu, Helmut Kohl sei mit 39 Ministerpräsident geworden, Sie sei dann zwar erst 38 ½  Jahre, aber "Frauen sind ja meistens immer etwas weiter".

Zum Abschluss überreichte CDU-Ortsvorsitzender Dr. Stephan Krempel ein "Einsteigerset für den Westerwald" mit lokalen Spezialitäten, heimischer Keramik sowie einem Westerwaldsteigführer.

 
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