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Ausgesprochen Positives konnte CDU-Kreistagsmitglied Wolfgang Kögler in seinem Redebeitrag im Westerwälder Kreistag zur Situation des Eigenbetrieb Westerwald-Abfallbeseitigung (WAB) vermelden. Landes- und Bundesweit liegen die Müllgebühren im Westerwaldkreis - bei vergleichbarer Abfuhrleistung - am absolut unteren Level. Aber nicht nur unter Berücksichtigung des technischen Zustandes, sondern auch der Finanzausstattung ist der WAB zugegebenermaßen vorbildlich.
Wolfgang Kögler im Detail:
"Unser WAB erwirtschaftet heute einen Umsatz von rund 22 Mio. Euro mit rund 150 Mitarbeitern. Das Unternehmen wurde jetzt bereits zum 8. Mal in Folge als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert und mit einer nunmehr nachhaltigen Verwertungsquote von 99 % sind wir in Rheinland-Pfalz Spitze.
Unsere Standorte in Meudt/Moschheim sowie Rennerod befinden sich baulich in einem hervorragenden Zustand, so dass hier mittlerweile von einem ausgesprochen kundenfreundlichen Dienstleistungsangebot gesprochen werden kann. Davon konnten sich die Ausschussmitglieder bei regelmäßigen Vorortbesuchen stets überzeugen. Der Fuhrpark wird betriebswirtschaftlich sinnhaft stets auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten.
Nun könnte man sagen, dass dies allein nicht schwierig zu bewerkstelligen sei, da man schließlich über die dem Kostendeckungsprinzip folgenden Müllgebühren sowieso auf den Bürger alle Kosten umlegt, egal wie hoch sie auch sein mögen. Spätestens jetzt wird man stutzig, würde man doch bei diesem Zustandsbericht galoppierende Müllgebühren erwarten. Aber das Gegenteil ist der Fall. Beispielhaft möchte ich hier lediglich die Hausmüllgebühren erwähnen:
Für das Kalenderjahr 2012 konnten die Müllgebühren nochmals gesenkt werden, nämlich
- von 127,00 € auf 122,00 € bei 1-Personen-Haushalten
- von 181,00 € auf 171,00 € in 2-4-Personen-Haushalten und
- von 226,00 € auf 210,00 € bei 5- und Mehr-Personen-Haushalten.
Beachtet man, dass 2007 die Müllgebühren für den repräsentativen 2-4-Personen-Haushalt noch bei 197,00 € lagen, ist hier in einem 5-Jahres-Zeitraum eine Absenkung von rund 13 % zu verzeichnen. Landes- und Bundesweit liegen unsere Müllgebühren - bei vergleichbarer Abfuhrleistung - am absolut unteren Level. Aber nicht nur unter Berücksichtigung des technischen Zustandes, sondern auch der Finanzausstattung sind wir zugegebenermaßen vorbildlich. Sämtliche zukünftigen Risiken der Deponienachsorge sind vollwertig in den Rückstellungen wirtschaftlich abgebildet und bereits heute ausreichend gegenfinanziert. Die Eigenkapitalausstattung ist hervorragend.
Das heutige Zustandsbild, das ich hier wiedergeben darf, ist das Ergebnis jahrelangen, umsichtigen, nachhaltigen Wirtschaftens. Sehr geehrter Herr Best, lassen Sie mich dies sagen, wir wissen sehr wohl, dass Sie und Ihr Team einen erheblichen Verdienst an der Erfolgsgeschichte unseres WAB tragen.
Das frühzeitige Bekenntnis des Kreises zur Technik des Trockenstabilates, die Errichtung einer Verwertungsanlage unmittelbar vor Ort, an der wir heute noch einen Miteigentumsanteil von 26 % halten, hat sich sowohl ökologisch als auch ökonomisch als die richtige Entscheidung erwiesen. Wir dürfen heute sagen, dass bis zum Auslaufen der Verträge mit der MBS m Jahr 2015 nach dem derzeitigen Erkenntnisstand die Westerwälder-Abfall-Wirtschaft sich in ruhigem Fahrwasser und geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen befinden wird.
Wir möchten uns bei Ihnen, Herr Best, Herr Schütz, Herr Herborn und dem gesamten Team recht herzlich für die geleistete Arbeit bedanken. Sie, sehr geehrter Herr Best, haben das Feld bestellt und werden zur Jahresmitte in den Ruhestand zu treten. Ob Sie den Herausforderungen eines Ruheständlers auch in Leitungsfunktion entgegensehen dürfen, haben weder Landrat noch Kreistag, sondern ihre Ehefrau zu bestimmen.
Nachdem mit Herrn König auch bereits die Nachfolge im Amt sichergestellt ist, möchte ich mich schon heute bei Ihnen für die langjährige angenehme Zusammenarbeit bedanken und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute. Herrn König wünschen wir eine gleichermaßen erfolgreiche Zeit und freuen uns auf die künftige gemeinsame Zusammenarbeit.
Die CDU-Kreistagsfraktion stimmt dem Beschlussvorschlag der Gebührenkalkulation 2012 sowie den vorgeschlagenen Satzungsänderungen zu."
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