cdu-ww-slogan

Ein Vorbild für Toleranz im Sport

Theo Zwanziger - Konrad-Adenauer-PlaketteCDU Westerwald verlieh Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger die Konrad-Adenauer-Plakette

Seit 1976 – dem 100. Geburtstag Konrad Adenauers – verleiht die CDU Westerwald an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Konrad-Adenauer-Plakette für Leistungen und besondere Verdienste um den Westerwald. In diesem Jahr wurde auf Beschluss des Vorstandes der CDU Westerwald Dr. Theo Zwanziger diese Plakette verliehen. Der Ortsverband Hattert richtete die Veranstaltung in der dortigen Sporthalle aus. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Marienstatter Blasorchester.

 

Zwanziger hat sich vor allem für die Weiterentwicklung des deutschen Fußballs eingesetzt, er hat aber auch gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz klar Position bezogen und Zivilcourage, Integration und Toleranz mit vielen Projekten vorangebracht. Er war immer ein klares Vorbild darin, welche gesellschaftliche Funktion und Verantwortung Fußball haben kann und hat diese Werte stets anderen vermittelt, hieß es bei der Verleihung. Durch seine Heimat Altendiez und seine berufliche Station bei der Kreisverwaltung in Montabaur hat er eine besondere Verbundenheit mit dem Westerwald, die sich auch in seiner Berufung zum „Botschafter des Westerwaldes“ ausdrückt.

Die Landtagsabgeordnete Gabi Wieland begrüßte die zahlreichen Gäste in der Hatterter Sporthalle und las Auszüge aus der Biografie der ehemaligen DFB-Präsidenten, „Die Zwanziger Jahre“, vor, in der er über seine Zeit an der Kreisverwaltung Montabaur schreibt. Julia Klöckner, Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende, hielt die Laudatio. Theo Zwanziger sei immer ein Sohn des Westerwaldes geblieben und habe trotz Erfolg nie die Bodenhaftung verloren. „Theo Zwanziger hat erkannt, dass im Sport wichtige Werte vermittelt werden.“ Er habe immer wichtige Themen angesprochen, wie beispielsweise Rassismus und Homophobie im Sport.

Gabi Wieland und Julia Klöckner übergaben die Palette aus Keramik an Theo Zwanziger. Er dankte zuerst zwei Personen, ohne die sein Lebensweg, so Zwanziger, sicherlich ganz anders verlaufen wäre. Zum einen Dr. Norbert Heinen, seinem damaligen Vorgesetzten bei der Kreisverwaltung Montabaur, und dem ehemaligen rheinland-pfälzischen Innenminister Heinz Schwarz, der Zwanziger damals mit dem damaligen DFB-Schatzmeister Egidius Braun bekannt gemacht hatte. Zwanziger betonte, dass der Starke auch immer an die denken müsse, denen es schlechter geht. „Macht zu teilen mit denen, die sich nicht artikulieren können, das macht einen DFB-Präsidenten aus“, so Zwanziger, der diese Einstellung während seiner Zeit beim DFB immer auch gelebt hat. Er freue sich, dass in Hattert auch so viele Ehrenamtler anwesend seien: „Es ist wichtig, sich zu engagieren und nicht nur da zu sitzen und zu warten, bis man etwas bekommt.“ Über die Verleihung der Palette freue er sich ganz besonders, denn Konrad Adenauer sei immer ein großes Vorbild von ihm gewesen. Das Schlusswort hatte für die CDU Fraktionsmitglied Werner Daum, der in seiner humorvollen Ansprache seine Wertschätzung an Zwanziger übermittelte.

Konrad Adenauer versteckte sich in der Nistermühle vor der Gestapo

Nachdem Konrad Adenauer 1944 von der Gestapo verhaftet worden war und flüchten konnte, versteckte er sich in der Nistermühle bei Hachenburg. Daran erinnert eine Gedenktafel, die die CDU Westerwald in der Mühle angebracht hat. Eine entsprechende Keramiktafel als Abguss, die Konrad-Adenauer-Plakette, verleiht die CDU Westerwald Menschen, die sich in besonderer Weise um den Westerwald verdient gemacht haben. Die Auszeichnung wird nicht turnusmäßig vergeben, sondern nur an Personen, die sie in den Augen der CDU Westerwald auch wirklich verdient haben. Vor neun Jahren wurde die Plakette zuletzt verliehen, bevor nun auch Theo Zwanziger damit ausgezeichnet wurde.

Larissa Schütz, Westerwälder Zeitung vom Montag, 15. April 2013, Seite 14