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Ab Januar 2017 Beitritt zum Verbundtarif Rhein-Mosel

thumb Dr. Stephan Krempel neues BildNach eingehenden Beratungen in den Kreisgremien hat der Westerwälder Kreistag den Beitritt zum Tarifverbund Rhein-Mosel beschlossen. CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel erinnerte an den mehrjährigen Entscheidungsprozess und machte deutlich, dass die CDU-Kreistagsfraktion sich erst nach Vorlage eindeutiger Zahlen für den Beitritt entschieden habe.

Seit 1999 habe die CDU betont:  „Die CDU-Kreistagsfraktion wird dem Beitritt zum Gemeinschaftstarif dann zustimmen, wenn die hierfür erforderlichen öffentlichen Gelder in einem vernünftigen Verhältnis zu den hierdurch erreichten Vorteilen für den Kreis und die Bürgerinnen und Bürger des Kreises stehen. Ohne eine solide und nachprüfbare Zahlengrundlage werden wir nicht freudestrahlend blauäugig in dieses Projekt Gemeinschaftstarif  einsteigen, da steht die CDU-Kreistagsfraktion für.“

„Heute“, so Dr. Stephan Krempel, „sind wir über 15 Jahre weiter und heute liegt ein Konzept auf dem Tisch, das unseren Anforderungen gerecht wird. Es ist solide gerechnet, nach unserer Einschätzung eine verlässliche Entscheidungsgrundlage und auch das Ergebnis ist akzeptabel. Der Beitritt zum Gemeinschaftstarif ist praktisch kostenneutral, die Einsparungen im Schülerverkehr sind so gravierend, dass wir damit sogar die Anlaufkosten auffangen können, es gibt damit nichts mehr, was gegen einen Beitritt zum Gemeinschaftstarif spricht. Dass dies solange gedauert hat, hat viele Gründe, keiner davon liegt in diesem Kreis und bei den hier handelnden Personen. Ich sage das ohne jede Schuldzuweisungen, es gab bekanntlich Verwerfungen in diesem Tarifverbund und wir haben hier auch den Hinweisen und Bitten des Verkehrsverbundes vertraut, der unsere Beitrittsoption immer wieder verschoben hat, zuletzt auf den 1. Januar 2017. Ich denke, man kann für die letzten Jahre dieser Verhandlungsphase bestätigen, dass wir mit Ihnen, Herrn Pauly und den übrigen Entscheidungsträgern auf Verbundebene durchaus seriös und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben, dafür auch eine herzliches Dankeschön.

Wenn wir heute ja sagen, dann liegt das konsequent in unserer bisherigen Linie. Wir wissen, dass die Vorteile des neuen Gemeinschaftstarifes – gelinde gesagt – überschaubar sind. Ich denke, es hat auch kaum ein Westerwälder, kaum eine Westerwälderin in den letzten 15 Jahren gemerkt, dass wir nicht dabei waren. Aber eine gemeinsame Fahrkarte auch für Umsteigefahrten, einige Sondertarife und auch auf einer Reihe von Strecken günstigere Tarife, ist schon etwas, was man in der Abwägung in die Waagschale werden muss. Es gehört aber auch zur Ehrlichkeit, dass die neue Wabenstruktur dazu führt, dass die Fahrkarte auf einigen Verbindungen teurer wird, diese Beschwerden müssen wir dann in Zukunft schlichtweg aushalten, sie sind systemimmanent. 

Nicht mit heißem Herzen, nicht mit ideologischem Impetus, auch nicht mit überzogenen Erwartungen, sondern als reine Vernunftentscheidung stimmen wir dem Beitritt zu. Ich denke, es ist gut, dass mit der heutigen Debatte ein fast zwanzigjähriger Hängezustand sein Ende findet. Es ist gut, dass wir dies ohne Schaum vor dem Mund und gegenseitige Aufregungen rein sachlich abschließen können, auch das war ja nicht immer so. Wir als CDU-Kreistagsfraktion sehen jedenfalls ab sofort in dieser Frage nur noch nach vorne und legen mit unserer Zustimmung gemeinsam mit den anderen Fraktionen den Grundstein für den Startschuss für den Gemeinschaftstarif im Westerwald zum 1.1.2017. Insofern, lassen Sie uns loslegen und wenn es tatsächlich helfen sollte, die Attraktivität des ÖPNV auch über den Schülerverkehr hinaus zu fördern, so würden wir uns selbstverständlich darüber sehr freuen.“