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Joachim Hörster erhält die Konrad-Adenauer-Gedenkplakette

thumb Hörster kleinEin kurzer historischer Rückblick, welche Bedeutung die Entstehung dieser Plakette beinhaltet:

Adenauer war Anfang 1944 aus einem Kölner Krankenhaus auf die Nistermühle in der Nähe von Hachenburg geflohen. Adenauer versteckte sich hier, um dem Zugriff der braunen Nazi-Schergen zu entgehen. Konrad Adenauer, der sich hier als „Dr. Weber“ ausgab, wurde von Josef Rödig, dem damaligen Besitzer der Mühle versteckt. Um Adenauer habhaft zu werden, hatten die Nationalsozialisten Adenauers Frau verhaftet und ihr unter schweren Nötigungen den Aufenthaltsort von Dr. Adenauer heraus gepresst. In der Nacht auf den 25. September 1944 wurde die Nistermühle von der Gestapo umstellt. Konrad Adenauer, der sich auf dem Speicher hinter einem Kamin versteckt hatte, wurde dennoch aufgespürt. Der 25. September 1944 war der Tag der Silberhochzeitstag der Eheleute Adenauer. An diese Ereignisse erinnert eine Gedenktafel, welche der CDU Kreisverband 1975 an der Nistermühle anbrachte. Anlass damals war der 100. Geburtstag von Konrad Adenauer.



Die Gedenkplatte aus Keramik wurde von dem Westerwälder Künstler Rainer Schlemper gestaltet und von der Firma Systemceram in Siershahn hergestellt. In den vergangenen 40 Jahren wurden 18 bedeutende Persönlichkeiten damit ausgezeichnet. Darunter befindet sich u.a. Dr. Norbert Heinen, Montabaur, Gerhard Krempel, Westerburg und seit 2013 Theo Zwanziger, Diez.

Eine entsprechende Keramiktafel als Abguss verleiht die CDU Westerwald Menschen, die sich in besonderer Weise um den Westerwald verdient gemacht haben. Zweifelsohne gehört Joachim Hörster, der über 40 Jahre die politischen Geschicke nicht nur im Westerwald, sondern auch in Bonn und Berlin mitprägte, zu einem sehr würdigen Träger dieser Auszeichnung. „Schon damals als jüngster Verbandsbürgermeister in Rheinland-Pfalz trat er für die Menschen und ihre Belange in seiner Heimat ein. Auch in seiner langjährigen Tätigkeit als Abgeordneter im Deutschen Bundestag - und trotz führender Positionen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion - hat er nie den Bezug zum Westerwald- und Rhein-Lahn-Kreis verloren“, sagt Dr. Andreas Nick MdB.


Am Freitag, 9. Oktober 2015 um 20 Uhr wird Joachim Hörster diese Ehre in der Stadthalle Westerburg zuteil. Der CDU Kreisverband freut sich, diese Veranstaltung mit vielen Wegbegleitern, Freunden und Interessierten gebührend zu würdigen.

Kurz zu seiner Person: Joachim Hörster wurde 1945 in Lautzenbrücken geboren, studierte Rechtswissenschaften in Freiburg und Mainz. Mit 20 Jahren trat er in die CDU ein und hatte von 1969-1973 das Amt des Kreisvorsitzenden der Jungen Union Oberwesterwald inne. Chef der Verbandsgemeinde Westerburg war Hörster von 1972-1983, bevor es ihn von der Kreis- und Landespolitik in die Bundespolitik zog. Dort war er u.a. Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Vorsitzender der Landesgruppe Rheinland-Pfalz, Sprecher der CDU-Landesgruppenvorsitzenden und Vorsitzender des Vermittlungsausschusses.