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Renneroder Umgehung bleibt weiter vordringlich

thumb Rennerod Umgehung Ortstermin 20.07.2015.02thumb Hoehn Umgehung Ortstermin 20.017.2015.02Von der Verkehrssituationen an der B 54 und der B255 ein Bild gemacht

 


Auf Einladung des CDU-Kreisvorsitzenden, MdB Dr. Andreas Nick, machte MdB Patrick Schnieder, Generalsekretär der CDU Rheinland-Pfalz, im Verlauf seiner Sommertour Station in Rennerod. Dort konnte er sich als Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages und Berichterstatter für den Bundesverkehrswegeplanes 2015/2016 selbst vor Ort ein Bild von der prekären Verkehrssituation auf der B54 machen.


Jeden Tag fahren rund 17.000 Fahrzeuge durch Rennerod und machen für Fußgänger ein schnelles Überqueren der viel befahrenen Straße fast unmöglich. Seit Jahren fordern sowohl die Bürger als auch die Verwaltung deshalb eine Ortsumgehung.

Zum Treffen mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rennerod, Gerrit Müller, waren neben  kommunalpolitischen Mandatsträgern von VG und Stadt auch Landrat Achim Schwickert sowie die beiden Landtagsabgeordneten Ralf Seekatz und Michael Wäschenbach gekommen.

Den Ausführungen des Bürgermeisters rund um das „Nadelöhr durch Rennerod“ mussten die Anwesenden aufmerksam folgen, denn der Lärm der vorbei fahrenden Pkws und Lastwagen war enorm. Dieser Umstand machte natürlich schnell deutlich, dass die Bedeutung des Projekts nicht abgenommen sondern eher zugenommen hat.

Damit die Ortsumgehung von Rennerod realisiert werden kann, muss das Vorhaben weiter im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) bleiben. Dieser wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren aufgestellt und von der Bundesregierung beschlossen. Wie Patrick Schnieder berichtete, finden nach der Sommerpause in Berlin die ersten Beratungsgespräche statt.

Etwa 2,5 Kilometer lang soll die geplante Ortsumgehung werden. Bezüglich der Kosten wird von etwa 11 Millionen Euro ausgegangen. Bereits im Jahr 2006 sei signalisiert worden, dass die Umgehung bald komme. Im Jahr 2012 wurden im Rahmen des eingeleiteten Planfeststellungsverfahrens die Pläne hierfür offengelegt. Wie zu erfahren war, werden zurzeit noch die eingegangenen Einwände vom LBM Diez abgearbeitet.

„Erstens muss die Ortsumgehung im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes bleiben und zweitens muss Baurecht geschaffen werden“, hob Schnieder in seinen Ausführungen hervor. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt für einen Eindruck vor Ort, diese werde er entsprechend in die Gespräche einfließen lassen. Den Bürgern von Rennerod und Umgebung sprach er die Empfehlung aus, im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung im Oktober zu signalisieren, dass die Region die dringend erforderliche Maßnahme eindeutig fordere.
„Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir dran bleiben“, betonten Seekatz und Wäschenbach, die versprachen, weiter am Ball zu bleiben. „Es wird keine andere Lösung für Rennerod geben“, äußerte sich auch Landrat Schwickert.

Von Rennerod aus ging es weiter zur B255, dem zweiten Themenschwerpunkt dieser Vor-Ort-Tour. Zwar wird die ebenfalls viel befahrene Bundesstraße, die die A3 von Montabaur als Hauptverkehrsader zur A45 bei Herborn verbindet, derzeit bis Langenhahn ausgebaut, jedoch ist der Ausbau des nächsten Streckenabschnitts von Langenhahn über Rennerod nach Rehe bislang nicht für den neuen Bundesverkehrswege-Plan angemeldet.

Auch in Höhn konnte sich Schnieder vom hohen Verkehrsaufkommen selbst überzeugen. Ortsbürgermeister Hans Dieter Kraft, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, Gerhard Loos, der frühere Bundestagsabgeordnete Joachim Hörster und weitere Kommunalvertreter gaben ihm einen Einblick in die derzeitige Situation.
„Wir fordern, dass diese 'Lebensader durch den Westerwald' weitergebaut wird. Es ist Unsinn, den Verkehr über die Nistertalstraße führen zu wollen, keiner wird diesen 17 Kilometer langen Umweg fahren. Es ist schmerzhaft, dass dieser weitere Ausbau nicht angemeldet ist“, hob MdL Ralf Seekatz hier hervor.

Die Ortsumgehungen von Langenhahn, Ailertchen, Höhn, Hellenhahn-Schellenberg und Rehe seien als Ganzes zu sehen, so der Landrat. Auch in Langenhahn und Rothenbach stellten die jeweiligen Ortsbürgermeister Frank Baldus und Holger Bäcker die Situation im Ort dar. „Bei uns werden die Kinder mit dem Bus zur Turnhalle gefahren“, so Baldus. Viele Bürger hätten schlichtweg Angst, die Hauptstraße zu überqueren, um zu Metzger, Arzt, Schule oder Kindergarten zu kommen.