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CDU informierte sich in neuer Wohnstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen

thumb Katastaamt KTFZu einem anregenden Gespräch in den Räumen der im Mai eröffneten Wohnstätte Katasteramt trafen sich unlängst Vertreterinnen und Vertreter der CDU-Kreistags- und Stadtratsfraktion mit Helena Schuck, der Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Gesellschaft für Behindertenarbeit (GFB), Jörg Schneider-Ramseger, Leiter der Stationären Wohnformen der GFB, Mario Habrecht, Bereichsleiter der Wohnstätte Katasteramt und Michaela Abresch, Öffentlichkeitsarbeit GFB.

Breites Angebot
Die GFB, so Helena Schuck, schaffe für erwachsene Menschen mit geistiger, körperlichen oder mehrfachen Beeinträchtigungen dezentrale, familiennahe Wohn- und Förderangebote im Westerwaldkreis. Die Einrichtungen der GFB verstehen sich dabei als niederschwelliges, flexibles und offenes Angebot, das sich am jeweiligen aktuellen Bedarf orientiert und ihr Angebot daraufhin stets überprüft und weiterentwickelt.
Der Leiter der Stationären Wohnformen, Jörg Schneider-Ramseger, machte deutlich, dass mit dem Umzug vom „Alten Kurhaus“ in Seck nach Westerburg eine Verbesserung der Wohnqualität für die beeinträchtigten Menschen verbunden sei. Er zollte den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeitern ein großes Lob für den gut gemeisterten Übergang. Mario Habrecht, Bereichsleiter der Wohnstätte in Westerburg und der Außenstelle „Alte Gendarmerie“ in Rennerod, stellte die Räumlichkeiten bei einem Rundgang vor.  Die Wohnstätte ‚Katasteramt` ist eine Kombinationseinrichtung und bietet 18 Dauerwohnplätze in zwei Wohngemeinschaften sowie vier Plätze in einer Trainingswohnung. Hinzu kommen 2 Plätze im Bereich der Kurzzeitpflege sowie zwei Apartments, die an Menschen vermietet werden, die Leistungen im Bereich der ambulanten Hilfen in Anspruch nehmen.

Stationäre Einrichtungen auch künftig notwendig
Die Kreistagsmitglieder Karl-Heinz Boll, Jenny Groß, Paula Maria Maaß und Fachausschussmitglied Olaf Röttig diskutierten mit den Vertretern der GFB aktuelle und künftige Entwicklungen. Gemeinsam mit den Fachleuten waren sie sich darin einig, dass der Inklusionsgedanke durchaus Grenzen beinhaltet. Auch künftig werde der Bedarf an stationären Einrichtungen bestehen bleiben. Auf die Frage nach dem Lebensalter und dem Umfang des Unterstützungsbedarfes erläuterte Mario Habrecht die Problematik des demografischen Wandels, der auch Menschen mit Mehrfachbehinderung betrifft. Dieser Veränderung werden derzeit jedoch die Inhalte der heilerzieherischen Ausbildungen noch nicht in vollem Umfang gerecht. Um Teilhabe zu ermöglichen und Familienangehörigen Entlastung zu verschaffen, seien unterschiedliche auf die Person abgestimmte Angebotsformen erforderlich. Der Westerwaldkreis sei froh, so die CDU-Vertreter, mit der GFB eine kompetente Partnerin bei der Betreuung von beeinträchtigten Menschen vor Ort zu haben.

Teilhabe vor Ort
Mit der „Wohnstätte Katasteramt“ strebe die GFB, so Mario Habrecht, eine verstärkte Teilhabe der beeinträchtigten Menschen am gesellschaftlichen Leben auch in der Stadt Westerburg an. CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzender Herbert Schmitz und die Stadtratsmitglieder Angelika Fischer-Munsch und Dr. Gerd-Otto Lieder sehen gute Chancen zur Einbindung in kirchliches und gesellschaftliches Leben. Allein die Vielzahl der Vereine biete gute Integrationsmöglichkeiten. Heimbeiratsmitglied Katrin Bamfaste machte im Gespräch bereits jetzt deutlich, dass sich die „Neubürger“ in Westerburg wohl fühlen.