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Wohnortnahe ärztliche Versorgung muss erhalten bleiben!

thumb Spahn in Dernbach8-Fachgespräch im Herz-Jesu-Krankenhaus mit Gesundheitspolitiker Jens Spahn MdB-

Der CDU Kreisverband Westerwald hat zu einem Fachgespräch mit Ärzten, Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung, der Kreisärztekammer und der Krankenkassen in das Herz-Jesu-Krankenhaus nach Dernbach geladen. Als kompetenter Gesprächspartner hatte Kreisvorsitzender Dr. Andreas Nick MdB den führenden Gesundheitspolitiker Jens Spahn MdB gewinnen können.

Nach einem Rundgang durch das Krankenhaus, an dem auch die Landtagsabgeordnete Gabi Wieland teilnahm, stellte die Geschäftsführerin der Katharina Kasper ViaSalus GmbH, Elisabeth Disteldorf, ihr Unternehmen vor. Sie ging insbesondere auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen ein und nannte dort insbesondere den drohenden Fachärztemangel. „Der Numerus clausus an den Universitäten ist hoch und wenn die jungen Mediziner ihr praktisches Jahr erfolgreich absolviert haben, gehen sie oft in ein großstädtisches Krankenhaus, weil sie sich dort vermeintlich bessere Berufsperspektiven erhoffen“, erklärte Disteldorf den Anwesenden. Auch die weiteren Vertreter im medizinischen Bereich stimmten ihr zu und hoffen, dass es mittelfristig für die Problematik eine Lösung gibt.


Nach dem Impulsreferat der Geschäftsführung begrüßte der CDU Kreisvorsitzende Dr. Andreas Nick MdB den gesundheitspolitischen Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion Jens Spahn, der in Kürze als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium eine neue Aufgabe übernimmt. "Unser Ziel ist, dass auch im Westerwald die Menschen eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe medizinische Versorgung erhalten und am medizinischen Fortschritt teilhaben können". Mit diesem Statement startete Dr. Nick die Gesprächsrunde, bei der die Strukturen des Gesundheitswesens, Ärztemangel auf dem Land sowie die Finanzausstattung der Krankenhäuser kontrovers debattiert wurden. "Wir müssen in Deutschland die Grundversorgung sicherstellen und auch in zumutbaren Entfernungen noch Krankenhäuser und Krankenhausangebote haben" so Nick, der auch kritische Worte im Hinblick auf die Situation in Ballungsräume fand. "Dort gibt es ohne Zweifel zu viele Anbieter, zu viele Krankenhäuser". Für diese Aussage bekam der Westerwälder Bundestagsabgeordnete Zustimmung aus den Reihen der Experten.
In dem Fachgespräch wurde zudem darauf hingewiesen, dass es künftig immer weniger Hausärzte geben werde, da laut Statistik über 50 Prozent der aktuell praktizierenden Allgemeinmediziner in den Ruhestand gehen werden. Die Experten diskutierten über mögliche künftige Modelle und kamen zu dem Entschluss, dass verstärkt Gemeinschaftspraxen gegründet werden sollten.

Jens Spahn MdB erklärte den Anwesenden die in der jüngsten Kabinettssitzung beschlossene Gesetz zur Reform der Strukturen der Krankenhausversorgung. Vorrangiges Ziel sei es, die Krankenhauslandschaft so auszurichten, dass die Versorgung der Patienten auch in Zukunft gesichert und gestärkt werden, sodass die Kliniken für aktuelle und zukünftige Herausforderungen besser gerüstet seien. Der Gesetzentwurf verfolgt das Ziel, vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen und dem medizinisch-technischen Fortschritt die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass auch in Zukunft in Deutschland eine gut erreichbare, qualitativ hochwertige Krankenhaus-Versorgung sichergestellt werden kann.

Vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen und des medizinisch-technischen Fortschritts ist die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass auch in Zukunft in Deutschland eine gut erreichbare, qualitativ hochwertige Krankenhaus-Versorgung sichergestellt werden kann. „Im Gesetz haben wir die Schwerpunkte u.a. im Bereich der Qualität festgemacht. Bei der Krankenhausplanung der Länder muss dies eine stärkere Rollen spielen, denn die Patienten müssen sich auf eine hochwertige Versorgung verlassen können. Dabei darf die Transparenz nicht vergessen werden, denn die Patienten müssen die Möglichkeit haben, sich über die Versorgung informieren zu können und dies möglichst verständlich,“ erklärt Spahn MdB. Abschließend erläuterte Jens Spahn das Pflegestellenförderprogramm, welches insgesamt mit 660 Millionen Euro in den Jahren 2016 bis 2018 ausgestattet ist, damit die Krankenhäuser mehr Pflegekräfte einstellen können.