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Neubenennung des Großen Sitzungssaales im Westerwälder Kreishaus in Peter-Paul-Weinert-Saal

thumb Foto LRa.D.Weinert swDer Westerwälder Kreistag hat mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der Fraktionen von SPD und BündnisGrünen einer Neubenennung des Großen Sitzungssaales in Peter-Paul-Weinert-Saal zugestimmt. CDU, FWG und FDP hat einen entsprechenden Antrag eingebracht. Diesem stimmte auch die Fraktion der Linken zu.

In einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU, FWG und FDP hatten diese folgenden Beschlussvorschlag eingebracht: „Mit der Wiedereröffnung des renovierten Sitzungssaales I in der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises erhält dieser den Namen „Peter-Paul-Weinert-Saal“. Der Name soll zukünftig in Verlautbarungen und Einladungen der Kreisverwaltung als Name des Sitzungssaales genutzt werden. Bei Unterteilung des Saales kann der Name mit einer zusätzlichen Nummerierung versehen und verwendet werden. Zur Orientierung kann neben dem Namen der bisherige Name Sitzungssaal I weiterverwendet werden, langfristig sollen Hinweise und Beschriftungen auf den neuen Namen insgesamt umgestellt werden.“

Die Fraktionen begründeten ihren Antrag damit, dass mit der Wiedereröffnung des renovierten Sitzungssaales sich die Möglichkeit bietet, diesem Saal eine neue Namensbezeichnung zu vergeben. Der Westerwälder Kreistag würdigt mit der Namensgebung zugunsten des im Jahre 2012 verstorbenen ehemaligen Landrates Peter Paul Weinert dessen besondere Verdienste um die Entwicklung des Westerwaldkreises. Weinert war knapp 25 Jahre Landrat des Kreises, länger als jeder andere Landrat in der Historie des Westerwaldkreises. Die Benennung des Sitzungssaales ist eine angemessene Erinnerung unmittelbar an der Wirkungsstätte von Peter Paul Weinert im Kreishaus. Sie ist ein Signal an die Westerwälderinnen und Westerwälder, dass dem in der Bevölkerung außerordentlich beliebten und für die Region tatkräftigen Landrat ein dauerhaftes ehrendes Gedenken gesetzt wird.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel zitierte in der Kreistagssitzung den ehemaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck:  „Peter Paul Weinert hat durch seine Arbeit für die Menschen in der Region hohe Anerkennung gefunden. Er war ein bodenständiger und volksnaher Landrat, der in seinem Amt voll und ganz aufgegangen ist“.  Kurt Beck habe in seinem Kondolenzschreiben auch hervorgehoben, dass unser damaliger Landrat parteiübergreifend große Anerkennung gefunden habe und er ihm deshalb ein ehrendes Andenken bewahren werde.

Die SPD Fraktionsvorsitzende und der Grünen-Sprecher begründeten ihre Ablehnung. Während der Grünen-Sprecher sich gegen einen „Personenkult“ aussprach, verstieg sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Machalet sogar zu der Aussage: „Nicht jeder im Westerwald bewertet Weinert positiv und man kann diese Namensnennung auch sofort wieder ändern, wenn sich die Mehrheiten ändern.“

Sprecher von FWG, FDP und Die Linke machten dagegen ihre Zustimmung deutlich. Sie zeigten ihr Unverständnis für die Haltung von SPD und Bündnisgrünen. FWG-Fraktionsvorsitzender Klaus Müller stellte die Frage, wie die SPD begründen wolle,  dass dies für einen Sitzungssaal in Montabaur nicht passend erscheine, die gleiche SPD aber direkt nach dessen Ausscheiden den Sitzungssaal im Mainzer Innenministerium nach Karl-Peter Bruch benannt habe. Auch wurde der  Hans-Schweitzer-Platz in Erinnerung an den langjährigen SPD-Landtagsabgeordneten in Wirges geschaffen. FDP-Fraktionsvorsitzender Klaus Koch zeigte sich „fassungslos“ darüber, dass die SPD Weinert diese Anerkennung verweigern wolle.